Resolution
Museen: mehr Bedrohungen, mehr Sicherheitsaufwand
Die in Bregenz anwesenden Mitglieder der Nationalkomitees des International Council of Museums ICOM der drei Länder Österreich, Deutschland und Schweiz halten anlässlich des (dreijährlichen) Bodensee-Symposiums vom 19.-21. Mai 2003 „Bedrohte Museen: Naturkatastrophen – Diebstahl – Terror“ auf Grund der vorgetragenen Untersuchungsergebnisse zu diesem Thema fest :
Die Teilnehmer des Bodensee-Symposiums 2003 verabschiedeten die folgende Resolution:
„Die steigende Bedrohung der Kulturgüter – einmalig und unersetzlich, auch in ihrer Funkton Identität zu stiften – durch Diebstahl, Krieg, Terror und (Natur)Katastrophen zwingt Museen und andere öffentlich zugängliche Sammlungen, ihre Sicherheits-Vorkehrungen ständig angemessen zu verstärken. Dies muss unter Berücksichtigung der Erkenntnis geschehen, dass die Sicherheit der Museen und anderer Sammlungen nur so gut ist wie die Motivation ihrer entsprechend ausgebildeten Belegschaft und die Qualität und die Ausrüstung ihres spezialisierten Personals. Dessen wohlbewusst, bestehen Sicherheits- und Versicherungs-Fachleute auf Grund langjähriger Erfahrung auf einer permanenten Kombination von personeller und automatisierter Überwachung. Deshalb bedingt die Erhöhung der Sicherheit dieser Institutionen nicht nur Anschaffungen auf dem Gebiet der automatisierten und individuell angepassten automatischen Sicherheits-Anlagen, sondern auch die entsprechende Verstärkung ihres Sicherheitspersonals.
Die hier Versammelten fordern die verantwortlichen Personen und Amtstellen auf, wohlbegründeten Anträgen der Museen und anderer öffentlicher Sammlungen auf Erhöhung der Sicherheitsvorkehrungen im Sinn des beschriebenen Konzeptes stattzugeben, da sonst weitere gravierende Schädigungen und Verluste unseres unersetzlichen Kulturgutes nicht verhindert werden können. Des Weiteren wird der öffentliche und private Sektor dringend ersucht, diesbezüglich wichtige Neuerungen und Informationen über entsprechende Netzwerke angemessen zu verbreiten.“
Die nationalen ICOM-Komitees von Österreich, Deutschland und der Schweiz
Bregenz, 21. Mai 2003