Vorträge

Ruth Swoboda

Zwei Stufen, die helfen, sich auf den Weg zu machen: das Österreichische Museumsgütesiegel

Da das Wort Museum in Österreich nicht rechtlich geschützt ist, bemühten sich beide Dachorganisationen des Museumswesens in Österreich, ICOM und der Museumsbund, schon frühzeitig um Qualitätsstandards, um Museen, die der ICOM-Definition entsprechen und sich an diese gebunden sehen, von anderen kulturellen, museumsähnlichen Einrichtungen zu unterscheiden. Im Jahr 2002 wurde das Österreichische Museumsgütesiegel erstmals verliehen und 2014 wurde eine zweite Stufe, die Museumsregistrierung, eingeführt. Ziel ist, Qualität für nachhaltige und bedachte Museumsarbeit sichtbar zu machen; das Gütesiegel soll Behörden und Entscheidungsträgern wie Besucherinnen und Besuchern Orientierungshilfe sein, qualitätsvolle Museumsarbeit zu erkennen. Genau diese Sichtweise, Qualitäten sichtbar zu machen, diese auch voranzutragen, legte es nahe, die Registrierung als leichter erreichbare erste Stufe anzubieten und so Anreize zu geben, sich auf den Weg zu machen, sich zu vernetzen und sein Haus weiter zu entwickeln. Die Verantwortlichen in den Bundesländern, die Museumsverbände und die Jury des Museumsgütesiegels unterstützen die Museen auf diesem Weg. Die Wahrnehmung des Gütesiegels steigt: Einige Bundes- und Landesbehörden verlangen inzwischen das Gütesiegel als Voraussetzung für Förderungen.

VERKNÜPFT MIT

Ruth Swoboda