Vorträge

Claudia Schuster M.A.

Institut und Museum für Meereskunde – Ein Instrument für Politik, Bildung und Forschung

Nach einer relativ kurzen Planungsphase wurde 1900 das Institut und Museum für Meereskunde gegründet. Es gab eine wissenschaftliche, eine populärwissenschaftliche und eine „volkstümliche“  Schriftenreihe heraus. Kaiser Wilhelm II. persönlich eröffnete 1906 in den Räumen der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität die Ausstellung. Die Gründung dieses Universitätsinstituts mit Museum war kolonialpolitisch motiviert, ozeanografische Forschungen sollten wirtschaftliche und imperialistische Interessen unterstützen. Vorrangiges Ziel war, breite Bevölkerungsschichten kontinuierlich über die Bedeutung des deutschen Seewesens aufzuklären und für die Marine zu begeistern, um so im Parlament Gelder für das Flottenbauprogramm bewilligt zu bekommen. Folgerichtig hatte das Museum der neuen

Institution Priorität. Mit seinen gemeinverständlichen Darstellungen, Originalen und Modellen, Dioramen und Gemälden, Fotos, Grafiken und begeh- und bedienbaren Konstruktionen erfreute es sich bis zum Zweiten Weltkrieg großer Beliebtheit.

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