Vorträge

Prof. Dr. Wiebke Ahrndt

Was wurde aus der „Ruhmeshalle des bremischen Handels“?

Bei seiner Eröffnung 1896 galt das heutige Übersee-Museum als die „Ruhmeshalle des bremischen Handels“. Sechs Jahre lang war geplant, Geld gesammelt und schließlich gebaut und eingerichtet worden, um ein Haus für fast alle in Bremen befindlichen Sammlungen zu schaffen. Ohne die Unterstützung zahlreicher Bremer Bürger und Kaufleute sowie der Sparkasse Bremen wäre dieser lang gehegte Traum vieler Bremer nicht in Erfüllung gegangen. Diese enge Verbindung der Anfangsjahre zu Bürgern, Gründungsvereinen und international agierender Kaufmannschaft besteht bis heute.

Heute kann das Übersee-Museum auf einen Sammlungsbestand von rund 1,2 Millionen natur-, völker- und handelskundlicher Objekte zurückgreifen. Auf dieser Grundlage werden die Dauerausstellungen interdisziplinär organisiert, wobei Wirtschaftsthemen, oft solche mit Bremen-Bezug, Berücksichtigung finden. Die stete Erneuerung der Dauerausstellungen ist dabei ein Kennzeichen des Hauses.

Wie in den Anfangsjahren machen die Besucher immer noch eine kleine Reise um die Welt, denn es werden Kontinente vorgestellt. Die einzelnen Kontinent-Ausstellungen sind dann heute aber thematisch gegliedert, was sowohl die Präsentation der bedeutenden Sammlungen des Hauses ermöglicht als auch die Darstellung der für die jeweiligen Kontinente wichtigen Fragen der Gegenwart. Ergänzend gibt es eine Dauerausstellung, die sich mit Globalisierungsfragen beschäftigt.

VERKNÜPFT MIT