Vorträge

Carolin Krämer

Aufheben, klönen, da sein – am Fachdiskurs vorbei, aber mitten in der Diskussion?

Ehrenamtlich geführte Kleinstmuseen sind in ländlichen Regionen oft die einzigen Anlaufpunkte für kulturell interessierte Menschen. Daraus resultieren von den klassischen musealen Grundaufgaben oft völlig differente Ansprüche an diese Häuser. Gleichzeitig sind diese Einrichtungen meist wenig mit der Fachwelt vernetzt, partizipieren also höchstens fragmentarisch an fachwissenschaftlichen Diskursen. Eine Parallelwelt am unteren Rand der Museumsdefinition, abgehängt und fern von der Erfüllung ihrer gesellschaftlichen Aufgaben also? Oder führen in diesem Fall verschiedene Wege schlussendlich zum selben Ziel? Was hat zum Beispiel die ortsgeschichtliche Wanderung mit Forschung zu tun und welche Rolle spielen Sofas im Foyer für die Vermittlung? Der Vortrag möchte Ansprüche an professionelle Museumsarbeit und das Handeln Ehrenamtlicher an Kleinstmuseen gegenüberstellen und nach gemeinsamen inhaltlichen Anliegen der Akteur_innen beider Felder suchen, die einen Ausgangspunkt für eine Weiterentwicklung des Arbeitens beiderseits bilden können. Wie ist ein produktiver Austausch von haupt- und ehrenamtlichen Museumsprofis trotz unterschiedlicher Ansprüche von außen, Selbstbilder und Wissensbestände möglich?

VERKNÜPFT MIT

Caroline Krämer