Programm

Jahrestagung und Mitgliederversammlung von ICOM Deutschland
Von der Weltausstellung zum Science Lab. Handel – Industrie – Museum

Wie eng verknüpft Industrie, Gewerbe, Handel, Kunst und Kultur miteinander sein konnten, zeigten die großen Weltausstellungen im 19. Jahrhundert. Sie hatten weitreichende Folgen für die Entwicklung der Museumslandschaft. Diese kulturell umfänglichen Leistungsschauen sind längst in den wirtschaftsorientierten ‚Expos‘ aufgegangen. Die Beziehungen zwischen Museen, Handel und Industrie sind aber immer noch von großer Bedeutung für die museale Arbeit, denn Museen sind vor allem von der wirtschaftlichen Situation ihrer Träger abhängig. Sie müssen zur Wahrnehmung ihrer Kernaufgaben heute auf die Anforderungen eines wachsenden Dienstleistungssektors reagieren, während sich andere darüber hinaus mit Fragen des Tourismus und Marketings auseinandersetzen. Nicht zuletzt erwachsen Museumsstrategien und Museumstypen aus dem Diskurs mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Ausgehend von der Museumsentwicklung seit der Mitte des 19. Jahrhunderts werden im Rahmen der Tagung aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen der Museen analysiert und diskutiert.

Donnerstag, 6. Oktober 2016

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16.00–17.30

Kuratorenführung/Workshop im Deutschen Technikmuseum und Spectrum zur Auswahl:
(Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, Teilnahme nur nach Anmeldung möglich.)

a) Ortserkundung: Das historische Areal am Gleisdreieck – Industriegeschichte im Umfeld des Deutschen Technikmuseums
Treffpunkt: Kassenfoyer Technikmuseum, Trebbiner Strasse

b) Ausstellung „Das Netz“ – Objekte der digitalen Revolution als museale Herausforderung
Treffpunkt: Kassenfoyer Ladestrasse

c) Technik „be-greifen“ –  Möglichkeiten der direkten Objekterkundung im Deutschen Technikmuseum
(max. 20 Teilnehmer)
Treffpunkt: Kassenfoyer Ladestrasse

d) Alles nur Spielerei? Das Science Center Spectrum – Die bunte Experimentierwelt
Treffpunkt: Kassenfoyer Ladestrasse

e) Workshop: Vom Sammeln zum Tradieren – Die Rolle des immateriellen Kulturerbes in der modernen Ausstellungs- und Sammlungspraxis am Beispiel der manufakturellen Schmuckproduktion
Treffpunkt: Kassenfoyer Technikmuseum, Trebbiner Strasse

18.00–21.00

Abendveranstaltung

Ort:

Deutsches Technikmuseum,
Veranstaltungsraum 5.OG Neubau,
Trebbiner Str. 9, 10963 Berlin

ab 17.30

Einlass

18.30

Begrüßung

Dirk Böndel, Vorstand Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin und Direktor Deutsches Technikmuseum
Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin
Michael Henker, Präsident ICOM Deutschland

Vortrag

TTIP, CETA, EU – Internationale Prozesse und und die Folgen für die Museen
Gerhard Pfennig, Rechtsanwalt und Sprecher der Initiative Urheberrecht 

Empfang

Freitag, 7. Oktober 2016

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Ort:

Deutsches Technikmuseum,
Ladestraße, Zugang über Möckernstr. 26,
10963 Berlin

ab 08.30

Registrierung

09.30

Begrüßung

Dirk Böndel, Vorstand Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin und Direktor Deutsches Technikmuseum

Suay Aksoy, Präsidentin International Council of Museums (ICOM), Paris

Begrüßung und Einführung in das Thema

Michael Henker, Präsident ICOM Deutschland

10.00–11.15

Historische Grundlagen und Entwicklung
Moderation: Gabriele Pieke

10.00
10.20
10.40

Museum 4.0 –  zwischen Museologie, MINT und Markenbildung
Matthias Henkel, Freie Universität Berlin: Zentrum für Audience Development

11.00

Diskussion

11.15

Kaffeepause

11.45–13.00

Sammlungsgeschichten – Museum, Wirtschaft, Politik
Moderation: Dirk Böndel

11.45
12.05
12.25

Vom Schwirrholz zum Smartphone. Zur Geschichte der Museumsstiftung Post und Telekommunikation
Lieselotte Kugler, Kuratorin Museumsstiftung Post und Telekommunikation und Direktorin Museum für Kommunikation Berlin

12.45

Diskussion

13.00

Mittagspause

14.30–15.45

Industrialisierung und Musealisierung:
Vier Fallstudien aus Berliner Perspektive
Moderation: Joseph Hoppe

14.30

Institut und Museum für Meereskunde – Ein Instrument für Politik, Bildung und Forschung
Claudia Schuster, Leiterin Schifffahrt und Nautik, Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin

14.45

Das Zuckermuseum – Ein Museum für die Zuckerindustrie
Volker Koesling, Leiter Naturwissenschaft und Messtechnik, Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin

15.00
15.15

Luftfahrtmuseen in Berlin – Ein historischer Überblick
Astrid Venn, Kuratorin Luft- und Raumfahrt, Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin

15.30

Diskussion

15.45

Kaffeepause

16.15–18.15

Mitgliederversammlung von ICOM Deutschland

19.00

Empfang im Museum für Kommunikation Berlin
Ort: Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin

Die Besichtigung des Museums ist möglich.

Samstag, 8. Oktober 2016

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Ort:

Deutsches Technikmuseum,
Ladestraße, Zugang über Möckernstr. 26,
10963 Berlin

ab 09.00

Registrierung

09.30–10.45

Museum und Arbeit
Moderation: Elisabeth Tietmeyer

09.30

Arbeit im Museum – nicht einfach, aber spannend
Hartwig Lüdtke, Stiftungsvorstand und Direktor TECHNOSEUM – Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim

09.50

Von der Weltausstellung zum Science Lab.
Vom klassischen Industriemuseum zum Ort mit gesellschaftlicher Relevanz

Rita MüllerDirektorin des Museums der Arbeit in Hamburg, Stiftung Historische Museen Hamburg

10.10

Sound of Work. Soundscapes from Industrial Revolution to Digital Revolution
Torsten Nilsson, Sammlungsleiter Swedish Air Force Museum, Linköping/Schweden

10.30

Diskussion

10.45

Kaffeepause

11.15–12.00

Project Slam (Kurzbeiträge aus der Museumspraxis)
Moderation: Beate Reifenscheid-Ronnisch

12.00–12.15

Schlusswort

13.30–15.00

Museumsbesuch mit Kuratorenführung zur Auswahl:
(Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, Teilnahme nur nach Anmeldung möglich.)

1. Deutsches Technikmuseum:
Depot für Kommunalverkehr in den Monumentenhallen (Shuttle mit der Museumsbahn)
Treffpunkt: Tagungsbüro, Ladestraße

2. Deutsches Historisches Museum:
a) „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“ mit Sabine Beneke (Fachbereichsleiterin Dauerausstellung)
Treffpunkt: Infostand, Foyer Zeughaus

b) „Immer bunter. Einwanderungsland Deutschland“ mit Dorlis Blume (Fachbereichsleiterin Sonderausstellungen und Projekte)
Treffpunkt: Kassenfoyer Pei-Bau

c) „Auf den Spuren des Kolonialismus in Kamerun und Kongo. Eine Phantom Geographie von Andréas Lang und Em'Kal Eyongakpa“ 
mit Arnulf Scriba (Fachbereichsleiter Sonderausstellungen und Projekte)
Treffpunkt: Kassenfoyer Pei-Bau

3. Museum in der Kulturbrauerei:
„Alltag in der DDR“ (Dauerausstellung)
Treffpunkt: Kassenfoyer



Kontakt

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In der Halde 1
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