Vorträge

Matthias Henkel

Museum 4.0 – zwischen Museologie, MINT und Markenbildung

Hinterbandkontrolle

Museen haben sich stets entlang der sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen als Hinterbandkontrolle der gesellschaftlichen Phänomenologie entwickelt. Waren Museen im 19. Jahrhundert eher ein Nischenprodukt für kennerschaftlich orientierte Zielgruppen, so ist das Museum seit dem – bei zunehmender Diversifikation – zu einem Massenmedium geworden.

Bedeutungsbeschleuniger

Die hohe symbolische und auch politische Kraft des Museums als Bedeutungsbeschleuniger hat dazu geführt, dass das Vokabular, die Grammatik und die Szenographie der Museologie zwischenzeitlich von anderen Trägern – privaten Sammlermuseen, Science Centern, Corporate Museums und Flag Ship Stores – für die Erreichung anderer Zielvorstellungen und Zielgruppen eingesetzt wird.

museologisches Engeneering

Ein Blick über den eigenen kulturwissenschaftlich-museologischen Tellerrand hinweg erscheint daher ratsam – zur eigenen Standortbestimmung und um zu erkennen, an welchen Stellschrauben das museologische Engineering ansetzen kann, um die anstehenden Schritte für eine konzeptionelle Weiterentwicklung des Museums erfolgreich zu

Third Place

Im immerwährenden Wettbewerb um öffentliche Ressourcen geht es darum, die eigenen Profile und Fähigkeiten als systemrelevant, nützlich und damit förderungswürdig unter Beweis zu stellen. Auf diese Weise wird sich die Institution Museum als eine Einrichtung mit wachsender gesellschaftlicher Relevanz (Nina Simon), einem integrativen Mehrwert im Sinne eines Third Place (Ray Oldenburg) zu einem (inter)kulturellen Forum (Migration) entwickeln können.

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