„Museen tragen als Bewahrer des Kultur- und Naturerbes eine große Verantwortung“

Hans-Martin Hinz

Aktuell

ICOM Deutschland – Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrats

ICOM Deutschland setzt sich für die Aufgaben und Ziele des Internationalen Museumsrats ICOM in Deutschland ein. Mit über 5.000 Mitgliedern ist ICOM Deutschland die größte Organisation der Museen und Museumsfachleute in Deutschland und zugleich das mitgliederstärkste Nationalkomitee innerhalb des Internationalen Museumsrats ICOM.

Vergangene Veranstaltungen finden Sie in unserem >> Archiv

Stipendienprogramme von ICOM

Im Jahr 2015 wird ICOM International wieder Reisestipendien an Mitglieder bis 35 Jahre für die Teilnahme an den Tagungen der Internationalen Komitees vergeben. Bewerbungsschluss ist der
15. Dezember 2014.

Die Antragsformulare und weitere Informationen erhalten Sie >> hier.

Auch ICOM Deutschland fördert 2015 wie die Jahre zuvor die Teilnahme deutscher Mitglieder an den Tagungen der Internationalen Komitees mit Reisekostenzuschüssen. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird eine aktive Mitwirkung an der Tagung erhofft, um die deutsche Museumsarbeit international noch stärker als bisher bekannt zu machen.

Voraussetzung für die Bezuschussung ist ein wissenschaftlicher Beitrag zur Tagung (z. B. das Vortragen eines Referates), eine besondere Funktion in der Gremienarbeit (z. B. die Tätigkeit als Vorstandsmitglied oder Sekretär/in) oder das Mitwirken bei der Vorbereitung und Durchführung der Tagung. Daneben wird die Anfertigung eines Berichtes für die Veröffentlichung in den Mitteilungen von ICOM Deutschland erwartet.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die >> Geschäftsstelle.

Gemeinsame Tagung von ICOM Deutschland, ICOM Russland und ICOM USA

Plenum am 9.9.2014, Foto: Matthias Henkel

9. bis 12. September 2014
Eremitage, St. Petersburg, Russland
Museum and Politics

und 13. bis 14. September 2014
Jekaterinburg, Russland
Fortsetzung der Tagung


ICOM Deutschland veranstaltete seine diesjährige Jahrestagung gemeinsam mit ICOM Russland und ICOM USA auf Einladung der Eremitage vom 9. bis 12. September 2014 in Sankt Petersburg zum Thema "Museum and Politics". An die Tagung schloss sich vom 13. bis 14. September in Jekaterinburg und Umgebung eine zweitägige Veranstaltung zum Thema "Industrial heritage and regional aspects of museum development" an.

Die Mitgliederversammlung 2014 von ICOM Deutschland wurde im Rahmen der Tagung am Mittwoch, 10. September 2014, in St. Petersburg durchgeführt.

Das Tagungsthema „Museen und Politik“ bot bei einem Zusammentreffen von über 400 Museumsfachleuten – nicht nur aus drei veranstaltenden Ländern – Stoff für anregende Debatten und einen befruchtenden Meinungsaustausch.

Das detaillierte Programm und weitere Informationen zur Tagung entnehmen Sie bitte der
>> Tagungswebseite.

Aktuelle Berichte und Kommentare zur Tagung finden Sie im >> Blog "Museums, Politics and Power".

Der offizielle Video-Clip zur Tagung ist auf >> YouToube eingestellt.

Stellungnahme des Präsidenten von ICOM Russland zur Situation in der Ukraine (.pdf)

Blog „Museums, Politics and Power“

Im November ist das Blog-Projekt "Museums, Politics and Power – An International Conversation" online gegangen, das die gemeinsame Tagung von ICOM Deutschland, ICOM Russland und ICOM USA vom 9. bis 12. September 2014 in Sankt Petersburg begleitet, kommentiert und dokumentiert: http://museumspoliticsandpower.org/.

Besuchen Sie auch die begleitende Facebook Seite: https://www.facebook.com/pages/Museums-Politics-and-Power/482666811847502.

Es ist ein Versuch, die ICOM-Tagungen nachhaltiger zu gestalten, die Arbeit von ICOM transparenter zu machen, internationale Projekte und Kooperationen anzuregen und all denen eine Stimme zu geben, die die Konferenz nicht besuchen konnten.

Wir laden Sie herzlich ein, das virtuelle Projekt zu besuchen, Ihre Netzwerke darauf aufmerksam zu machen und – wenn Sie mögen – die internationale Konversation mit einem eigenen Beitrag zu bereichern.

Deutsche Fassung der ICOM Emergency Red List zu den gefährdeten Kulturgütern Syriens erschienen

Cover Rote Notfall-Liste der gefährdeten Kulturgüter Syriens

Die Berichte über weitreichende Zerstörungen und Plünderungen des Kulturerbes Syriens als Folge des bewaffneten Konflikts, der gegenwärtig das Land erschüttert, haben ICOM veranlasst, die Emergency Red List of Syrian Cultural Objects at Risk herauszugeben.

ICOM sieht das Vorgehen gegen den illegalen Kulturguthandel als eine seiner Kernaufgaben an und veröffentlicht für die Krisen- und Konfliktregionen dieser Welt Rote Listen des gefährdeten kulturellen Erbes. Die Roten Listen enthalten Beispiele von Objekttypen und -kategorien, die besonders gefährdet sind, illegal gehandelt zu werden. Sie werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt mit dem Hinweis, Objekte der erwähnten Typen und Kategorien nicht zu erwerben, ohne vorher die Herkunft und die gesetzlichen Unterlagen geprüft zu haben. Strafverfolgungs- und Zollbehörden dienen sie bei der Identifizierung von Objekten, die durch nationale oder internationale Gesetze sowie bilaterale Vereinbarungen geschützt sind.

Eine Übersicht aller bisher erschienenen „Roten Listen“ finden Sie auf der Homepage von
>> ICOM. Hier haben Sie auch die Möglichkeit der Kategorienrecherche und des kostenlosen Downloads.

ICOM Deutschland, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und das Deutsche Archäologische Institut (DAI) haben die deutsche Fassung Rote Notfall-Liste der gefährdeten Kulturgüter Syriens am 17. Juni 2014 in Berlin erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters begrüßte die Präsentation der “Roten Liste“ und betonte in einer >> Pressemitteilung, dass der Kulturgutschutz ein zentrales Anliegen der Bundesregierung sei.

Rote Notfall-Liste der gefährdeten Kulturgüter Syriens (.pdf)
Pressemitteilung vom 17. Juni 2014 (.pdf)

Internationales Projekt zum illegalen Handel mit Kulturgütern

ICOM hat das Projekt “International Observatory on Illicit Traffic in Cultural Goods“ gestartet, das zum Ziel hat, einen Überblick über die aktuelle Situation zu geben und die mit dem illegalen Kulturgüterhandel verbundenen Herausforderungen und Problematiken aufzuzeigen. Das internationale Redaktions- und Beratungskomitee setzt sich u. a. zusammen aus Vertretern von INTERPOL, UNESCO, UNIDROIT, der Weltzollorganisation (WCO), UNODC, dem Art Crime Team des FBI (USA), der Carabinieri (Abteilung zum Schutz von Kulturerbe) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Das Herzstück des Projekts bildet eine Internet-Plattform, die relevante und aktuelle Informationen zum Thema Kulturgutschutz und illegaler Handel mit Kulturgütern aus aller Welt zusammenträgt. In übersichtlicher Weise werden strategische Werkzeuge, allgemeine Richtlinien, nationale und internationale Gesetzgebungen sowie Ansprechpartner zugänglich gemacht. Derzeit sind über zweitausend weiterführende Literaturquellen, fast vierhundert Video- und Audiodateien, über achthundert praktische Hilfsmittel und mehr als zweihundert ethische und/oder rechtsgültige Instrumente abrufbar.

Zur Internet-Plattform >> Observatory Illicit Traffic

Internationaler Museumstag 2015

Logo Internationaler Museumstag 2015

Sonntag, 17. Mai 2015
MUSEUM. GESELLSCHAFT. ZUKUNFT.

"Museums for a sustainable society" lautet das Motto für den 38. Internationalen Museumstag. Unter dem Slogan "Museum. Gesellschaft. Zukunft." feiern die Museen in Deutschland das Ereignis am 17. Mai 2015.

>> Weitere Informationen zum Internationalen Museumstag

Internationales Bodensee-Symposium 2015

18. bis 20. Juni 2015
St. Gallen, Schweiz
Das Museum für alle – Imperativ oder Illusion?

Das traditionelle Bodensee-Symposium, das im Dreijahres-Rhythmus als gemeinsame Tagung der ICOM-Nationalkomitees von Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgerichtet wird, findet vom 18. bis 20. Juni 2015 in St. Gallen, Schweiz, statt. Das Tagungsthema lautet „Das Museum für alle – Imperativ oder Illusion?“

Das „Museum für alle“ – gibt es das? Wollen Museen „alle“ oder zumindest „viele“ Bevölkerungsgruppen erreichen, so müssen sie ihre Arbeit danach ausrichten, möglichst viele Menschen anzusprechen. Barrieren, die bestimmten Menschen den Zugang erschweren, gilt es abzubauen und zukünftig zu vermeiden.

Die Tagung wirft anhand von Fallbespielen einen realistischen, kritischen Blick auf die aktuelle Praxis – mit dem Ziel, aus Erfolgen und Misserfolgen zu lernen. Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen gesellschaftlichen Interessensverbände u. a. aus den Bereichen Politik, Soziales und Pädagogik gewähren einen vertiefenden Einblick in die Thematik. Mit Referaten zur Ideengeschichte wird die aktuelle Praxis theoretisch und historisch verortet. Exkursionen in die Museen der Region sind geplant.

ICOM Deutschland wird seine Mitgliederversammlung 2015 im Rahmen des Internationalen Bodensee-Symposiums in St. Gallen veranstalten. Termin und Ort stehen noch nicht fest.

Die sechs meistgesuchten Kunstwerke

Poster, The most wanted works of art, June 2014

Die internationale kriminalpolizeiliche Organisation Interpol weist mit einem Poster und einer Ausschreibung auf die sechs derzeit meistgesuchten Kunstwerke hin, die in den vergangenen Jahren durch Diebstahl aus öffentlichem und privatem Besitz entfernt wurden.


Im Falle von Hinweisen zum Verbleib der Kunstwerke wenden Sie sich bitte an eine Polizeidienststelle oder an >> Interpol Lyon.

>> Webseite Interpol

Poster, Most wanted works of art, June 2014 (.pdf)
Poster, Most wanted works of art, Dezember 2013(.pdf)

EU-Richtlinie bedroht die Autonomie der Museen

ICOM Deutschland hat zum Vorschlag der Europäischen Kommission vom 12. Dezember 2011  für eine Änderung der Richtlinie zur Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors Stellung genommen.

Die so genannte PSI-Richtlinie besteht seit 2003 und verlangt, dass Informationen des öffentlichen Sektors kostenlos zur Weiterverwertung durch Dritte, auch zur kommerziellen Weiterverwertung, in computerlesbarer Form bereitgehalten werden müssen. Bisher galt dies etwa für Wetter- oder Verkehrsdaten zur Nutzung in Wettervorhersagen oder für Navigationssysteme. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Novelle sieht nun vor, unter dem öffentlichen Sektor auch die Museen zu subsumieren, die damit gezwungen wären, ihre Text- und Bilddatenbanken kostenlos zur gewerblichen Nutzung zur Verfügung zu stellen.

>> Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 2003/98/EG über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors

Abgesehen von offenen Urheberrechtsfragen würde damit in die Finanzierungsautonomie der Museen eingegriffen. ICOM Deutschland unterstützt alle Bestrebungen, Informationen für Zwecke der Wissenschaft und Bildung kostenlos bereit zu stellen, es kann aber nicht sein, dass die unter größten personellen und finanziellen Anstrengungen erarbeiteten und bereitgestellten Daten von der Wirtschaft zur Gewinnerzielung kostenlos benützt werden dürfen.

Bitte zögern Sie nicht, politisch Verantwortliche aus den Parlamenten der EU, des Bundes und der Länder auf diese Novelle anzusprechen und leiten Sie gerne die Stellungnahme von ICOM Deutschland dazu weiter:

Position von ICOM Deutschland zur geplanten EU-Novelle zur Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors, 17. Januar 2012 (.pdf)

60 Jahre ICOM Deutschland

Am 19. März 1953 wurde die Bundesrepublik mit der Gründung eines eigenen Nationalkomitees Teil der internationalen ICOM-Gemeinschaft. Fünfzehn Jahre später, am 31. Juli 1968, gelang dies auch der DDR. 1990 fand die Vereinigung der beiden Nationalkomitees statt. ICOM Deutschland ist seitdem auf rund 5.000 Mitglieder angewachsen, damit hat sich das Deutsche Nationalkomitee zum größten Nationalkomitee innerhalb des Verbandes entwickelt.

Einen Rückblick auf die deutsch-deutsche ICOM-Geschichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe der "Mitteilungen" von ICOM Deutschland.

Mitteilungen 2013 (.pdf)

Vorstandsmitglied Matthias Henkel führte aus Anlass des 60jährigen Bestehens Interviews mit den Mitgliedern, die in einer Auswahl und gekürzter Fassung in den "Mitteilungen" abgedruckt wurden und hier vollständig abrufbar sind. Viel Spaß bei der Lektüre!

60 Jahre ICOM Deutschland (.pdf)

 

>> Presse

Aktuelle Pressemitteilungen >

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>> Jahrestagung 2014

9. bis 14. September 2014 in St. Petersburg und Jekaterinburg, Berichte und Kommentare siehe >> Blog >

Umschlag Zur Ethik des Bewahrens: Konzepte, Praxis, Perspektiven

>> Beiträge zur Museologie

Band "Zur Ethik des Bewahrens: Konzepte, Praxis, Perspektiven" erschienen >

Logo Rote Listen von ICOM

>> ICOM Rote Listen

Rote Notfall-Liste der gefährdeten Kulturgüter Syriens erschienen >

Hans-Martin Hinz, Foto: Thomas Bruns, Berlin

>> Wahlen 2013

Hans-Martin Hinz als Präsident von ICOM wiedergewählt >

Umschlag Ethische Richtlinien

>> Ethische Richtlinien für Museen

Die weltweit anerkannten „Ethischen Richtlinien für Museen“ (Code of Ethics for Museums) >

Umschlag Die Tücke des Objekts - Das Objekt und seine Wirkung auf die Besucher

>> Die Tücke des Objektes – Das Objekt und seine Wirkung auf die Besucher

Tagungsband zum Internationalen Bodensee-Symposium 2012 erschienen >

Umschlag

>> Leitfaden für das wissenschaftliche Volontariat am Museum

Das Volontariat qualifiziert für die Arbeit an Museen, Gedenkstätten und in der Denkmalpflege >